22.11.09

Viele Lieblingsstücke auf Alzeyer Töpfermarkt


Bild: Alex Schmitz

Viele Lieblingsstücke auf Alzeyer Töpfermarkt

20.11.2009 - ALZEY
Von Mirca Waldhecker
Der Alzeyer Töpfermarkt ist ein Ort, an dem die Zeit wie im Flug vergeht, denn es gibt so viele phantasievolle und spannende Angebote, dass der Besucher aus dem Entdecken gar nicht mehr herauskommt. Wohl deshalb pilgern jedes Jahr Keramikfreunde in die Schloßgasse. In dem historischen Ambiente rund um Burggrafiat und das Stadt-Weingut finden Keramik-Künstler aus der ganzen Republik ein ideales Umfeld, um ihren Objekten einen angemessenen Auftritt zu verschaffen. 

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20.11.09

Geprüft und für gut befunden

Topfermarkt mit rund 30 Ausstellern in Alzey

Am Wochenende nachdem Buß-und Bettag ist Alzey die ideale Wallfahrtsstätte für Keramikfreundeund Kunsthandwerkinteressierte.
Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. November,findet im historischen Ambiente
rund um Burggrafiat und dem Weingut der Stadt Alzey der Töpfermarkt statt. Künstler aus dem ganzen Land reisen an und verschaffen ihren Arbeiten einen angemessenen Auftritt. Die Auswahl unterliegt strengenKriterien. Nur die professionellenTöpfer, deren Werke in
Sachen Material, Herstellung und Brenntechnik den höchsten Ansprüchen genügen, bekommen die Möglichkeit, hier auszustellen. Die Besucher honorieren
das und gehen immer wieder gern in der Schlossgasseauf Entdeckungsreise. DHO
Töpfermarkt,
Freitag, 20. November, 14-18 Uhr,
Samstag, 21. November, 10-18 Uhr,
Sonntag, 22. November, 11-18 Uhr,
Schlossgasse, Alzey, www.alzey.de

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Pepper 20.11.2009

19.11.09

Kultur und Kulinarisches

Konzerte und Kleinkunst vertreiben trübe November-Stimmung 

Die trüben Tage werden kürzer, gleichzeitig jedoch beginnen etliche Betreiber,
Märkte und Plätze für stimmungsvolle Veranstaltungen zu rüsten.
Zu diesen gehört zweifellos der Töpfennarkt in Alzey, der auch nach 20 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat und für viele Rheinhessen
einfach zum vorweihnachtliehen Ausflugsprogramm
gehört.
Ausschließlich professionell arbeitende Handwerkerund Künstler aus ganz Deutschland - darunter auch einige Staatspreisträger - präsentieren
an drei Tagen meisterhaft gefertigte Gebrauchskeramik, handwerkliche
Kleinserien und Unikate von traditionell bis experimentell.
Der Töpfermarkt in der Schlossgasse rund um Burggrafiat und Stadtweingut öffnet am Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

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Allgemeine Zeitung Mainz 19.11.2009

13.11.09

Von den Meistern ihres Fachs

Drei Tage lang wartet Alzey mit professionell gefertigter Keramik auf

Von traditionell bis experimentell
 
Ein Besuch auf dem stimmungsvollen Alzeyer Töpfermarkt gehört für viele Rheinhessen zum Vorweihnachtsprogramm. Auch dieses Jahr findet er am Wochenende nach dem Buß- und Bettag um Burggrafiat und Stadtweingut in der Schlossgasse statt. Selbstverständlich ist das nicht, denn das Ehepaar Ewald und Katharina Solga hat nach 22 Jahren aus verschiedenen Gründen die Organisation des "Stelldicheins der Töpfer" abgegeben.

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9.11.09

Die Allgemeine Zeitung spricht mit Frank Jung von der "Freundeskreis Töpfermarkt Alzey"

Das Ehepaar Ewald und Katharina Solga hat aus verschiedenen Gründen die Organisation des „ Stelldichein der Töpfer“ abgegeben (die AZ berichtete). Wilhelm Schmitz aus Waldbreitbach, Martin Goerg aus Höhr-Grenzhausen, Ingrid und Frank Jung aus Münchwald und Samuel Weisenborn aus Schiesheim haben nun den „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ gegründet und sichern so den Fortbestand der Traditionsveranstaltung.
Die AZ sprach darüber mit Frank Jung.


Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. November, findet der weithin bekannte Alzeyer Töpfermarkt statt.
Ändert sich mit der Übergabe der Organisation etwas am Konzept des Marktes?


Nein, grundsätzlich nicht. Zwanzig Jahre lang haben die Solgas mit großem Engagement und Sachverstand diesen Töpfermarkt für Freunde der handgefertigten Keramik organisiert. Sie holten ausnahmslos professionelle Keramiker nach Alzey und achteten streng darauf, nur jene Werkstätten einzuladen, deren Arbeiten auch strengsten Ansprüchen genügen – etwa, was Materialien, Herstellung und Brenntechnik anbelangt. Über die Jahre blieb so die ausgezeichnete Qualität dieser Veranstaltung gewahrt. Ebenso prägt ein solcher Fachmarkt über eine so lange Zeit den Sachverstand der Kunden. D.h. durch die gute Vorarbeit der Solgas treffen wir auf ein Fachpuplikum, welches die Qualität unserer Keramiken sehr gut beurteilen kann. Und das ist auch absolut in unserem Sinne. Das Motto des Stelldicheins lautet schließlich: ‚Töpfermarkt für meisterhaft gefertigte Gebrauchskeramik‘.


Warum haben Sie mit weiteren Teilnehmern den Freundeskreis gegründet?


Eine gute Organisation einer solchen Veranstaltung erfordert sehr viel Engagement und Zeitaufwand. Einem Einzelnen ist das neben seiner Arbeit in der Werkstatt kaum zuzumuten.
Alle vier Werkstätten des Freundeskreises folgen seit Jahren der Einladung nach Alzey.
Diese erfolgreiche und einzigartige Veranstaltung darf nicht einfach sterben. Es muss weiter gehen. Im historischen Ambiente rund ums Burggrafiat und Stadtweingut finden wir Keramiker aus der ganzen Republik ein ideales Umfeld, um unseren Objekten einen angemessenen Auftritt zu verschaffen.


Schließlich erreichen Sie ihre Kundschaft so auf direktem Weg.


Ja, das ist richtig. Der direkte Kontakt zum Kunden bietet Vorteile auf beiden Seiten. Wir Hersteller bekommen unmittelbar Rückmeldung über unsere Produkte Der Kunde hingegen kann sich sachkundig über die Besonderheiten der verschiedenen Techniken und Qualitätsanforderungen bei uns informieren. So profitieren beide Seiten.


Wie viele Aussteller sind 2009 dabei?


30 Werkstätten sind mit ihrem abwechslungsreichen Angebot anzutreffen. Drei neue Aussteller werden in diesem Jahr dabei sein.


Gibt es auch traditionelle Kreationen, oder sind nur moderne Arbeiten zu finden?


Das spannende ist, wenn man Gebrauchsgeschirr herstellt, dass die Wurzeln immer in der Tradition liegen. Diese unterschiedlichen Entwicklungen kann man auf dem Markt haut nah erleben.
So gibt es auch Keramik, die sich an der Tradition orientiert aber überwiegend sind dort zeitgenössische Arbeiten vertreten. Z. B. Salzglasiertes Steinzeug von vier Werkstätten ganz individuell in ihrem Erscheinungsbild. Handgefertigtes Porzellan, sogar aus dem Holzbrand.
Kapselbrand und Töpfe mit den verschiedensten Glasurspezialitäten. Jeder der in Alzey vertretenen Keramiker setzt ganz eigene unverwechselbare Akzente in seiner Gestaltung – genau das macht den „Töpfermarkt Alzey“ zu einer einzigartigen Veranstaltung in der Region.


Wie hat er denn geöffnet?


Am Freitag von 14 bis 18, am Samstag von 10 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.


Das Gespräch führte Kathrin Damwitz.

1.11.09

Der Töpfermarkt in Alzey in neuen Händen

Er hat Tradition und einen hervorragenden Ruf – weit über die Grenzen der Region hinaus: der Töpfermarkt in Alzey. Jedes Jahr, am Wochenende nach Buß- und Bettag, pilgern Keramikfreunde und Kunsthandwerk-Interessierte in die Alzeyer Schlossgasse, zum „Stelldichein der Töpfer“. Im historischen Ambiente rund um Burggrafiat  und das Weingut der Stadt Alzey finden Keramik-Künstler aus der ganzen Republik ein ideales Umfeld, um ihren Objekten einen angemessenen Auftritt zu verschaffen. Und für die Marktbesucher ist es jedes Mal ein besonderes Vergnügen, in der idyllischen Alzeyer Altstadt auf Entdeckungsreise zu gehen.


Zwanzig Jahre lang haben Ewald und Katharina Solga mit großem Engagement und Sachverstand diesen  Fachmarkt für Freunde der handgefertigten Keramik organisiert. Sie holten ausnahmslos professionelle Töpfer nach Alzey und achteten streng darauf, nur jene Keramiker einzuladen, deren Arbeiten auch strengsten Ansprüchen genügen – etwa was Materialien, Herstellung und Brenntechnik anlangt. Auf diese Weise blieb über die Jahre die ausgezeichnete Qualität  des Angebots gewahrt. Und so hat sich jedes Jahr aufs Neue  das Motto des „Stelldicheins“ bewahrheitet - es ist und bleibt „der Töpfermarkt für meisterhaft gefertigte Gebrauchskeramik.“


Daran wird sich auch künftig nichts ändern, auch wenn die Solgas die Organisation des Marktes aufgegeben haben. Vier der Werkstätten, die seit Jahren der Einladung nach Alzey folgen, haben sich  zusammengeschlossen, um den Fortbestand des Marktes zu sichern: Wilhelm Schmitz aus Waldbreitbach, Martin Goerg aus Höhr-Grenzhausen, Ingrid und Frank Jung aus Münchwald und Samuel Weisenborn. Sie haben den „Freundeskreis Töpfermarkt Alzey“ gegründet.


 „Diese erfolgreiche und einzigartige Veranstaltung darf nicht einfach sterben,“ begründen etwa Frank und Ingrid Jung ihr Engagement. „Für uns Töpfer besitzen solche Märkte eine große Bedeutung. Hier erreichen wir  direkt, ohne Umwege über Dritte, alle Keramikfreunde, die sich für individuelle Handwerkskunst und Unikate interessieren.“


Und vor allem bietet der Markt Besuchern die Gelegenheit, sich  persönlich bei den Keramikermeistern über die Besonderheiten ihrer Arbeitsweise zu Informieren. Schließlich könnte das Angebot der dreißig Aussteller abwechslungsreicher kaum sein. So wartet der Markt mit Keramik, die sich an der Tradition orientiert,  aber eben auch mit modernen und zeitgenössischen Arbeiten auf. Salzglasiertes Steinzeug oder Porzellan finden sich hier ebenso wie  Bunzlauer Keramik und unterschiedliche Glasurspezialitäten. Jeder der in Alzey vertretenen Keramiker setzt mit seinen Arbeiten ganz eigene, unverwechselbare Akzente – was  den Alzeyer Töpfermarkt zu einer einzigartigen Veranstaltung in der Region macht.


21.10.09

Ehepaar Solgar zieht sich aus der Töpfermarkt-Organisation in Alzey zurück

Ehepaar Solgar zieht sich aus der Töpfermarkt-Organisation in Alzey zurück

21.10.2009 - ALZEY
Von Armin Burkart
Nein, so ganz glücklich sind Katharina und Ewald Solgar nicht darüber, dass sie nach 22 Jahren die Organisation des Töpfermarktes in Alzey aufgegeben haben. Die äußern, sich erschwerenden Umstände, die nachlassende Unterstützung, aber auch die Beschwernisse des Alters haben beide zu dem Schritt bewogen. Katharina Solgar, 79, ist froh, dass sie nach einem schweren Unfall im Februar langsam wieder auf die Beine kommt und Ewald Solgar, 82, hat sich in dieser Zeit rührend um sie gekümmert. Es ist, wie es ist, aber am Alzeyer Töpfermarkt hängen sie beide, denn er ist ihr Kind.
Als “ungleiches Paar" sieht sie nur, wer die Beiden oberflächlich betrachtet. Katharina Solgar, geborene Winter, wächst in einer Künstlerfamilie auf. Der Vater, in erster Linie Bildhauer, hatte sich der Forschung über griechische Keramiken verschrieben. Um dem Wesen dieser Keramik auf den Grund zu gehen, besorgte er sich nicht nur die entsprechenden Erden, sondern baute auch die in der Antike üblichen Brennöfen nach.
“Die mussten für den Brand mit Material gefüllt werden und das war für mich willkommene Gelegenheit, mit diesen Materialien nach Herzenslust zu töpfern", erinnert sich Katharina Solgar an ihre künstlerischen Anfänge.
Ewald Solgar kommt aus einer ganz anderen Richtung. Er lernt Flugzeugbauer und setzt nach dem Krieg ein Ingenieurstudium auf seine handwerkliche Ausbildung. Der Beruf verschlägt ihn für einige Jahre in die USA. Dort lernt er eine vereinfachte Technik zur Härtung von Stahl kennen, kehrt zurück nach Deutschland und findet eine Anstellung als Entwicklungsingenieur bei Opel.
“Dort war diese Technik noch nicht bekannt, aber sehr willkommen", erinnert sich der Ingenieur und so erhielt er den Auftrag, sie einzuführen und weiter zu entwickeln. 1954 heiraten Katharina und Ewald Solgar. “Dass damit der Doppelname Solgar-Winter folgte, ist ein Trugschluss", berichtigt die Ehefrau. “Nur unser Atelier heißt in Erinnerung an den Vater so. Ich hatte das zwar bei dem Standesbeamten einmal kurz erwogen, aber der fand das affig", schmunzelt Katharina Solgar. Und wie fanden der Techniker und die Künstlerin zusammen?
Beide lachen herzlich bei der Frage. “Mein Mann ist sehr sensibel und hat sich immer für meine Arbeit interessiert. Als Ingenieur kann er mit Material und mit Technik umgehen und so wurde er mehr oder weniger zu meinem Brennmeister", erläutert Katharina Solgar den gemeinsamen Weg. 1983 organisierten die Solgars ihren ersten Töpfermarkt in Ober-Hilbersheim, ihrem damaligen Wohnort. 1987 zogen die Solgars nach Kontakten mit dem damaligen Bürgermeister Walter Zuber mit dem Töpfermarkt um nach Alzey in den Hof des Stadtgutes und ins Burggrafiat und nahmen 1989 Wohnung in Erbes-Büdesheim. Bis zu 30 Aussteller besuchten fortan den Markt in Alzey.
“Alles handverlesene Töpfer", betonen die Solgars, denn sie wollten keine Industrieprodukte, sondern handgefertigte Gebrauchskeramik. Das ist so bis zum heutigen Tag geblieben. Auch wenn beide die Organisation des Alzeyer Töpfermarktes vom 20. bis 22. November aufgegeben haben, sie werden dennoch teilnehmen. Ein junges Team hat sich unter dem Namen “Freundeskreis Töpfermarkt Alzey" zusammengefunden. Am meisten freut die Solgars, dass ihr Enkel, Samuel Weisenborn, in ihre Fußstapfen tritt, denn er bietet in Alzey Glaskunst an.